Die Wüsten-Challenge 2015 „Survive the desert“: Erst Geduld, dann Strapazen

Der Startschuss ist gefallen

Nach unserem Vorbericht zur einzigartigen „Survive-the-Desert“ Challenge des Berliner Extremsportlers Steven Rau gibt es nun den detaillierten und hochspannenden Nachbericht der extremen Wüstentour.

Steven Rau hat sich schon in der Vorbereitung mit dem Natural Vitalizer substanz® versorgt und war auch während der Tour gut ausgestattet. Das substanz® Team war natürlich zuversichtlich, dass das Produkt sein Versprechen der langanhaltenden Energiebereitstellung auch spürbar gerecht wird.

Vorab schon der Kommentar von Steven Rau zu substanz®: Für einen, in Bezug auf die Getränke, ungesund lebenden Menschen wie mich, war es eine wahre Freude mit substanz®. Und das meine ich nicht ironisch. Zunächst musste ich mich wirklich daran gewöhnen, da es natürlich ein völlig anderer Geschmack ist als Cola oder gesüßter Eistee. Aber heute ist substanz® fast zur Pflicht geworden und ich meine mich damit auch besser zu fühlen. substanz® war auf der Tour immer eine sehr willkommene Abwechslung und hat maßgeblich zum Erfolg der ganzen Tour beigetragen.

Das Team um substanz® Natural Vitalizer ist stolz einen Beitrag zur erfolgreichen Absolvierung dieser extremen Wüsten-Challenge geleistet zu haben!

Den ganzen und sehr spannenden Reisebericht lest ihr hier in unseren Blog oder auf Stevens Seite.

Tagebuch zur Challenge

Der Startschuss ist gefallen - 16.30 Uhr - Iquique – Chile

Man mag es gar nicht glauben es geht endlich los. Leider haben wir noch immer mit den chilenischen Behörden und der Zeitauffassung nicht alle Probleme lösen können. Das ist auch ein Grund dafür, dass wir nun einen Mietwagen als Begleitfahrzeug nehmen müssen. Da wir nicht den geplanten Grenzübergang nutzen können, verlängert sich meine Strecke nun um 50 km also 451 km.

Mein Rucksack ist fertig gepackt und das Gewicht beträgt ganz ordentliche 24 kg. Ich fühle mich gut und bin hochmotiviert jetzt endlich in den "Kilometerfresser-Modus" zu schalten. Ich hoffe auch mein Begleiter und das Begleitfahrzeug werden gut im Ziel ankommen.

1. Tag

Kaum zu glauben, aber die ersten Kilometer sind absolviert und der Tag verlief ganz gut. Der erste Anstieg lies mich hart erfahren, dass meine am Startort gesichteten Berge wirklich da sind. Mit der Aussicht wurde ich dann für meine Anstrengungen belohnt. Einfach gigantisch für einen Berliner. Der Rucksack ist sehr schwer. Anders als bei den letzten Touren trage ich meine karge Verpflegung und das Wasser am Mann, da mir die Natur nicht viel Unterstützung bietet. Dafür wird der Rucksack bei jedem Schluck, der gut eingeteilt sein will, leichter.

Nun sind wir 20 km vor Huara, also haben wir schon gut Strecke geschafft, seit heute Morgen um 05.00 Uhr der Wecker geklingelt hat. Es wurde uns von einem freundlichen Posten abgeraten unsere Route bei Nacht zu laufen, da diese von Drogenschmugglern genutzt wird. Diese Passage haben wir dennoch - ohne Zwischenfall - gemeistert und so kann es weiter auf die nächsten Kilometer gehen.

2. Tag

Ein langer und sehr guter Tag geht zu Ende. Nach erfolgreichen 61 km haben wir den Tag bereits etwas früher beendet (20:50 chilenische Zeit) und genießen noch den Sternenhimmel. Nach den guten Anfangskilometern habe ich mich in der Mittagssonne etwas vertan und werde zukünftig darauf verzichten in der Mittagssonne zu laufen. 10 km können hier schon die Hölle sein und da bereits 4 Fahrzeuge hielten um mich in den nächsten Ort zu bringen muss das wohl auch für Chilenen leicht verrückt sein. Die Chilenen sind übrigens super freundlich und nicht nur, dass laufend interessierte Menschen auf uns zukommen, ich wurde auch fast genötigt in ein Fahrzeug zu steigen und konnte wohl nur schwer verständlich machen warum ich das nicht kann.

Ich habe daher meinen Rhythmus gewechselt. Die Schlafzeiten sind jetzt verkürzt um möglichst viel von der Abend- und Morgenfrische zu erwischen. Damit kann die starke Sonne zur Tageszeit etwas entspannter angegangen werden, zumal in den nächsten Etappen auf 150 km 3.000 Höhenmeter gemacht werden müssen. Auch ist es auf einigen Strecken nicht sicher den Kontakt zum Basislager in Santiago aufrechterhalten zu können. Wir sind vom Internet abhängig, um unsere Berichte zu senden.

3. Tag

Zunächst einmal...es geht mir gut! Und ich möchte mich für die vielen Sorgen welche durch die Funkstille verursacht wurden entschuldigen. Aber ich werde nicht alles vorwegnehmen und berichte weiter bei Tag 3.

Der Tag startet früh um 03.00 Uhr nachts bei -5 Grad Celsius und ich denke jedes Mal… „neeeee“. Aber ich hatte ja die Wahl und starte zu den nächsten 13 km bevor ich doch noch mal 1 Stündchen schlafe. Wir befinden uns jetzt auf der Drogenroute von Huara nach Colchane, an der Grenze zu Bolivien. Mehrfach wurden wir darauf hingewiesen, dass dieser Weg zu meiden ist. Der Weg ist gerade an diesem Tag auch sehr demotivierend, weil dieses riesige Felsmassiv vor uns immer größer wird und nur erahnen lässt, was da noch kommt. Diese Anstiege sind mörderisch und mit den ersten Blasen an den Füßen auch so gar nicht lustig. Mehrfach verfluche ich an dem Tag noch immer knapp 12l Wasser schleppen zu müssen, die aber bei teils 34 Grad bitter nötig sind. Am Abend bereiten mir Nahrung, Höhe, und Anstrengung die ersten größeren Probleme ehe ich dann aber doch irgendwann in den Schlaf finde...

4. Tag

Tag 4...und weiter geht’s! Der Tag startet wieder sehr früh, denn heute sollten noch mal 50 km geschafft werden um morgen die Grenze zu erreichen. So geht es bereits wieder um 03.30 Uhr morgens auf die Piste. Gegen 04.00 Uhr werde ich gleich von der Polizei kontrolliert, welche wieder auf die Drogenroute verweist und davon abrät dort zu laufen.

Diese Steigungen sind inzwischen echt brutal und ich benötige teils für 100m Strecken 4-5 Pausen um die Steigung zu schaffen. Dieser Weg soll uns heute auf 4.700m Höhe bringen. Dies wird zwar mit einer tollen Aussicht belohnt, allerdings ist mein Interesse auf ein Minimum gesunken. Diese stetigen Anstiege bewegten mich dann auch zu einer glorreichen Idee. Eine Abkürzung bei der ich durch ein Flussbett laufen wollte, um den weiten Weg herum zu meiden. Nicht nur das es bereits der Abstieg ins Flussbett in sich hatte, wurde ich beim Aufstieg aus diesem fast von einer Felsplatte begraben, welche mich nicht hielt und unter sich begrub. Es dauerte etwas aber ich konnte sie dann von mir bewegen und musste feststellen, dass diese Abkürzung wesentlich härter und länger war als zunächst gedacht. Diese Abkürzung, sowie auch alle anderen Wege auf dieser Tour, zogen sich teils wie Kaugummi in die Länge. Zum Abend hin sollte dieser Tag aber dafür mit einer guten Schlafmöglichkeit belohnt werden. ...eine Möglichkeit die noch so ein paar Überraschungen hatte!

5. Tag – Teil 1

Es ist gegen 00.00 Uhr als wir unsanft geweckt werden. Mein Blick richtet sich gegen einen Lichtkegel und ich sehe nichts. Erst im zweiten Blick erkenne ich die Polizisten mit gezogenen Waffen um das Auto positioniert. Es erschien ihnen wohl etwas fragwürdig warum dort ein Auto parkt und eine Person im bzw. neben dem Auto liegt. Erst nach einigen Minuten konnten wir die Situation aufklären und wurden wieder in ein freundliches Gespräch verwickelt. Nach dem Abzug der Beamten konnten wir noch 3 Stündchen schlafen ehe der Tag beginnen musste. Das Ziel war heute klar ...die Grenze nach Bolivien. Die Strecke ist jetzt schon etwas entspannter denn die Anstiege werden weniger, da der höchste Punkt mit 4.700 m bereits hinter uns liegt. Die Strecke ist jetzt etwas ebener, wenn auch noch immer mit Auf- und Abstiegen verbunden.

Die Kilometer vergehen heute etwas schneller, da es mit der Grenze ein großes Etappenziel gibt, welches ich unbedingt erreichen wollte. Es wird keine Zeit verschwendet.

Gegen 19.00 Uhr erreichen wir an diesem Abend den Grenzort Colchane. Es heißt hier noch ein letztes Mal viele Einzelheiten zu besprechen und noch ein letztes Mal das gesamte Gepäck nach unnötigem Ballast zu überprüfen. Denn mit diesem Punkt ist zwar ein großes Ziel erreicht und es liegen damit bereits 234 km hinter mir aber es heißt auch, dass von nun an der gemeinsame Weg endet. Da wir einen Mietwagen als Begleitfahrzeug nutzen mussten, ist es nicht möglich mit diesem die Grenze zu passieren. Es gibt keine Mietwagenfirma, welche es erlaubt mit dem Wagen nach Bolivien zu fahren - zu gefährlich. Als wir uns an der Grenze verabschieden wird mir erst so wirklich bewusst, dass ich von nun an auf mich alleine gestellt bin ...ein wirklich komisches Gefühl und es macht mir ein wenig Angst.

5. Tag – Teil 2

Mein Übergang nach Bolivien verläuft wie vorgestellt. Kurz vor Erhalt des Stempels für den Pass bricht ein Mann vor mir zusammen und erbricht sich quer über dem Fußboden. So kann es losgehen!

Als ich nun endlich die ersten Schritte auf dem bolivianischen Boden absolviere, endet auch schlagartig jeglicher Straßenverkehr und kein Mensch kreuzt mehr meinen Weg. Jetzt wird es mir langsam unheimlich. Immer wieder gehen mir unzählige Rechnungen durch den Kopf. Ich weiß wann mein Flug zurück geht, ich kenne die zu bewältigende Kilometerzahl und weiß wie viel Wasser ich noch dabei habe. Jetzt muss ich nur noch anfangen zu laufen und zwar wie der Teufel!

Mein Weg führt mich direkt durch ein erstes kleines Dorf und dafür bin ich auch ganz dankbar, denn es wird jetzt schnell dunkel und mit dem Dorf habe ich noch etwas Licht und fühle mich nicht so ganz alleine. Trotz der bereits absolvierten 236 km geht es mir körperlich eigentlich sehr gut. Die höchsten Etappen mit 4.700 Höhenmetern sind bereits geschafft, mein Rucksack ist inzwischen 12 kg leichter und die Wege sind jetzt eben und gut zu laufen. Damit komme ich viel besser vorwärts als die Tage zuvor.

Bis in die Nacht hinein laufe ich, weil ich nur eins möchte ...endlich fertig werden. Nach nochmals 30 absolvierten Kilometern beginne ich mir ein Schlaflager zu bauen. Der Temperaturunterschied zu den Tagen zuvor ist beträchtlich. Sobald es dunkel wird, ist auch mein Trinkwasserschlauch gefroren. Entsprechend komfortabler bzw. wärmer versuche ich auch mein Lager zu bauen um mich vor der Kälte zu schützen. Dafür umrande ich mein Lager mit Felssteinen, welche mir etwas Wärme geben und vor seitlichem Wind schützen sollen. Zudem schneide ich das umherstehende Steppengras ab um mir damit eine weiche und warme Liegefläche zu errichten.

6. Tag

Endlich liege ich mal wieder und freue mich auf die Nacht. Ich habe noch gar nicht ganz Platz genommen, da merke ich schon diese innerliche Unruhe in mir. Mein Kopf will eigentlich nur eins ...endlich fertig werden. Dieser Umstand und die klirrende Kälte verkürzen meine Nachtruhe erheblich und sorgen dafür, dass es mich nach ca. 1 1/2 Stunden nicht mehr in meinem Schlafsack hält und ich wieder voll beladen auf den Beinen bin.

Von der wunderschönen Landschaft sehe ich leider nicht sehr viel und zu dieser Zeit trifft man auch nicht wirklich viele Leute. So drehe ich einsam meine Runden und versuche nur möglichst schnell, geradlinig und gut voranzukommen. Als endlich die Sonne ihre ersten Strahlen zeigt freue ich mich sehr denn mein Körper ist bereits starr vor Kälte und an meinem Wasser im Rucksack ist über den Trinkschlauch kein rankommen mehr, da er eingefroren ist. Im Licht der Sonne sehe ich auf meinem Weg einen Beutel mit Orangen oder den Resten von diesen. Es muss jemand den Beutel verloren haben und wohl auch ein paar Autos kreuzten schon seinen Weg. Ein paar Schritte weiter denke ich an den Geschmack von Orangen im Mund und drehe noch einmal um. Nein, die sind hinüber, denke ich. Also geht es weiter. Aber der Gedanke an den Orangengeschmack lässt mich nicht los. Also gehe ich doch noch mal zurück. Ich suche mir die beste Orange heraus und schneide etwas Dreck und Schale ab. Übrig bleibt ein leckeres und gefrorenes Stück Orange. Ein herrlicher Geschmack im Mund. Das hat sich gelohnt. Ich lasse auf meinem Weg auch den ersten Salzsee hinter mir und folge teils gut erkennbaren Pfaden. Sogar ein paar Menschen kreuzen hin und wieder meinen Weg. Die Verwunderung über meine Anwesenheit ist dabei immer gleich. Niemand kann so recht verstehen, was ich dort mache und vor allem warum ich das mache. Aber mein Kopf und mein Körper sind leer und so nehme ich gar nicht mehr so viel von meiner Umgebung auf. Die Natur, die Menschen und die Anstrengung versickern in meiner Aufgabe und meinem Ziel anzukommen. Das ist in dieser Zeit mein Antrieb ...und ich denke viel daran endlich wieder Wasser an meinem Körper zu spüren. Ich würde mir am liebsten einen ganzen Eimer Wasser über den Kopf kippen aber den habe ich nicht zur Verfügung. Diese Gedanken, diese Ziele und das Wissen es jetzt bald geschafft zu haben sind in dieser Zeit mein unentwegter Antrieb und bringen mich knapp 82 km vorwärts.

Doch nun sehnt sich mein Körper dann doch nach etwas Schlaf in der abendlichen Dämmerung. Diese entschließe ich mich auch zu nutzen, da sie noch ein wenig Wärme vom Tage übrig hat und ich mich im restlichen Licht gut auf die Nacht vorbereiten kann.

Ende der Tour – Survive the desert

Endlich wieder etwas liegend finde ich auch schon bald in den Schlaf. Der Körper ist erschöpft und der Kopf ist leer. Doch auch diese Ruhepause soll nicht lange halten. Bereits nach 2 Stunden liege ich wieder hellwach in meinem Schlafsack und blicke in die Sterne. Ich überlege kurz noch etwas zu schlafen aber ich bin kein wenig müde und packe im Ergebnis dann doch meine Sachen zusammen und entschließe mich diese Tour endlich zu beenden. Die nächtliche Kälte hat einen großen Vorteil, sie sorgt dafür, dass der Körper nicht schwächelt und mein Geist klar bleibt.

Ein paar Minuten benötige ich nach den Ruhepausen immer um wieder in meinen Rhythmus zu gelangen, da doch schon einige Blasen und Wunden meine Füße zieren. Zudem ist die Orientierung nachts immer etwas schwieriger, da es an markanten Punkten in der Ferne fehlt und ich mich noch stärker konzentrieren muss keinen falschen Schritt zu machen.

Glücklicherweise gibt es auf dem harten Salz nicht wirklich viele Möglichkeiten zu stolpern. Je näher ich auf diesem Lauf meinem Ziel komme, desto schneller werden meine Schritte. Ich muss mich jetzt teils schon zügeln um es nicht zu übertreiben. Auch beim Marathon gibt es immer wieder Läufer, welche noch bei Kilometer 40 aufgeben müssen. Das soll mir nach Tagen harter Arbeit nicht passieren. In schnellem Schritt sind bereits schon wieder 35 km verstrichen und es geht mir körperlich noch bestens. Im Schein des Mondes ist es auf dem Salar de Uyuni fast taghell und so macht es mir aktuell keine Probleme zu laufen, vielmehr genieße ich diese Ruhe und diese Imposanz des Salar de Uyuni. Wirklich ein einmaliges Gefühl. Auf diesen letzten Kilometern begleiten mich immer wieder die Gedanken an zu Hause, an die vergangenen Qualen, an das bevorstehende Ziel und an das Gefühl es endlich geschafft zu haben. So ist es dann der 22. Juni um 06.30 Uhr als ich meinen Lauf nach 414, 5 km beende.

Für diesen Lauf benötigte ich 5 Tage und 14 ½ Stunden und beende damit dieses bisher einzigartige Projekt erfolgreich.

Es war für mich eine einzigartige Erfahrung und eine wirkliche Qual. Ich nehme so viel von diesem Lauf mit in Bezug auf meine eigene Entwicklung, die sportliche Belastbarkeit, die Planung solcher Projekte aber auch in Bezug auf die menschliche Psyche. Für diese Erfahrung bin ich sehr dankbar!

Abschließende Worte von Steven Rau

414, 5 km - durch 2 Wüsten - Atacama - Salar de Uyuni - 24 kg Gepäck - gesamte Versorgung mit Wasser und Nahrung auf dem Rücken - bis zu 4.700 Höhenmetern - keine Versorgungspunkte - Gesamtlaufzeit: 5 Tage und 14 ½ Stunden.

Es ist geschafft, was noch niemals geschafft!!! Endlich wieder zu Hause und endlich wieder in gewohnter Umgebung. Was für eine tolle Tour und was für ein einzigartiger Rekord.

Diese Tour verlangte mir wirklich alles ab. Zunächst musste die gesamte Planung und Route geändert werden, da das Begleitfahrzeug nicht fahrbereit war. Das Mietfahrzeug durfte nicht mit über die Grenze. Die Laufroute wurde von der Polizei mehrfach als Drogenroute angemahnt und dann auch noch diese enormen natürlichen Bedingungen von der Höhe, über die Hitze bis hin zur Kälte.

Gerade die ersten Tage waren brutal. Der Rucksack wog noch 24 kg und die Anstiege waren enorm. Es ging die Tage nur bergauf und wenn es mal etwas bergab ging, musste ich den doppelten Weg wieder hoch. Hinzu diese stetige Sonneneinstrahlung, welche einen verrückt machte.

Doch kaum war die Sonne verschwunden, war es mir auch wieder nicht recht. Nun kam die Kälte, welche mein Trinkwasser gefrieren ließ. Überall am Körper, in den Sachen und der Kleidung lagerte sich der Sand ab, welcher mangels Wasser ein fester Bestandteil meines Körpers wurde. Wasser hat dadurch wieder eine ganz neue Bedeutung für mich.

Eine große Flut der Freude durchströmte meinen Körper, als ich mein Ziel in der Salar de Uyuni erreichte.

Diese Zeit, der Tour, war wieder sehr lehrreich, sehr eindrucksvoll und brachte mir viele neue Erfahrungen und Eindrücke. Danke an alle Unterstützer!

Maximilian May12.07.2015
Maximilian May

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